Benjamin Appl | Graham Johnson

08|02

20h | Merkantilgebäude
€ 20 | ermäßigt € 5-10*

* < 26 Jahre, 4Family (siehe Informationen)

Benjamin Appl | Bariton
Graham Johnson | Klavier
›Lieder des Orients‹
von FRANZ SCHUBERT, JOHANNES BRAHMS, ROBERT SCHUMANN, HUGO WOLF, PETER CORNELIUS, RICHARD STRAUSS


Benjamin Appl | Graham Johnson

© Lars Borges_Sony Classical

Das Konzert wird am Samstag, 9. Februar 2019 um 11 Uhr wiederholt.

Erst als ausgebildeter Betriebswirt ging Benjamin Appl das Wagnis ein und studierte Gesang – mit atemberaubendem Erfolg. Als „letzter Schüler Fischer-Dieskaus“ und jetziger Schüler des amtierenden Liedpapstes Christian Gerhaher setzt der Bariton Benjamin Appl eine Kunst fort, die in Gefahr steht, allmählich zu verblassen: die Liedinterpretation. Appl kommt von den Regensburger Domspatzen, studierte an der Juilliard School in New York und bei Rudolf Piernay in London, dem einstigen Lehrer von Bryn Terfel. Der britische interdisziplinäre Ansatz, der sämtliche Fächer einschloss, begeisterte ihn und bestärkte ihn in seiner Ansicht, dass britische Sänger besser auf die Laufbahn vorbereitet seien als deutsche. Trotzdem holte sich Benjamin Appl den letzten Schliff bei einer Koryphäe des deutschen Systems: Dietrich Fischer-Dieskau. „An Fischer-Dieskau hat mich wahnsinnig beeindruckt, wie ernst man eine Sache nehmen und wie weit man in eine Sache eindringen kann und muss, bevor man sie gut darstellen kann.“
Neben seinen vielfältigen Auftritten hat er mit Graham Johnson und Malcolm Martineau – zwei der besten Liedbegleiter der Gegenwart – je eine CD produziert. Dem Erfolg gegenüber bleibt Appl skeptisch: „Von außen wirkt alles oft besser als von innen. Junge Sänger bekommen viele Vorschusslorbeeren. Doch die Erwartungen und der Druck steigen, je mehr ich auftrete.“ Da hilft es vielleicht, dass er sich immer noch so richtig bei Popmusik wie jener von Robbie Williams austoben kann.
Das Programm in Bozen am 15. und 16. Februar 2019 im Prunksaal des Merkantilgebäudes steht unter dem Motto „Lieder des Orients“ und beinhaltet Lieder von Franz Schubert, Johannes Brahms, Robert Schumann, Hugo Wolf, Peter Cornelius, Richard Strauss.